Tipps für den Gebraucht-Autokauf

Auto gebraucht kaufen

Augen auf beim Gebrauchtauto-Kauf (Foto: jörn buchheim - Fotolia.com)

Wie kann man sich beim Autokauf absichern?

Am sinnvollsten ist es dabei natürlich, sich Anzeigen von Automobilhändlern anzuschauen. Häufig gewähren diese auch eine Gebrauchtfahrzeuggarantie, die meistens ein Jahr lang gilt. Allein deswegen kann man sich dabei sicher sein, dass das Auto keine groben Mängel aufweist, denn der Händler kann dafür haftbar gemacht werden.

Wer zum Beispiel ein Auto als „unfallfrei“ anpreist, und es stellt sich hinterher heraus, dass das nicht der Fall ist, der muss mit schweren Strafen rechnen. Ein Automobilhändler wird ein solches Risiko nicht eingehen. Trotzdem ist eine Gebrauchtwagengarantie natürlich noch keine Garantie dafür, dass das Auto noch jahrelang fährt. Wie lange Verschleißteile wie zum Beispiel die Kupplung hält, kann niemand voraussagen.

Inspektionen überprüfen

Wichtig ist es daher, sich Belege für vorangegangene Inspektionen und Reparaturen zeigen zu lassen. Wurden Verschleißteile in sinnvollen Abständen erneuert? Eine Kupplung zum Beispiel, die bereits 100.000 Kilometer auf dem Buckel hat, kann zwar noch einmal so viele Kilometer halten, aber es ist wahrscheinlicher, dass sie das nicht tut. Und eine neue Kupplung schlägt bereits mit etwa 600 bis 700 Euro zu Buche. Gibt es Informationen darüber, ob bei 100.000 Kilometern der Zahnriemen gewechselt wurde? Falls nicht, könnte der Motor bereits in den letzten Zügen liegen. Wurden Bremsen und Stoßdämpfer ausgewechselt?

Auch solche Reparaturen werden spätestens ab 100.000 gefahrenen Kilometern wahrscheinlich, und auch in diesem Fall sind viele hundert Euro fällig, wenn diese Reparaturen anstehen. Bevor man einen Gebrauchtwagen kauft, sollte man sich zuerst einmal darüber klar werden, was für ein Modell man sucht. Dann kann man sich anhand der Schwacke-Liste informieren, wie hoch der Wert eines bestimmten Fahrzeugs noch ist. Das gibt vorab schon mal eine gute Orientierung, wenn es um das Einschätzen des Preises geht.

„Versteckte“ Kosten beachten

Ebenfalls wichtig: Gebrauchtwagenkäufer sollten wissen, wie hoch die laufenden Kosten für das angestrebte Fahrzeug sind. Wer einen größeren BMW fahren möchte und dabei auf ein älteres Modell mit vielen Kilometern zurück greift, um seine Finanzen zu schonen, wird womöglich mit Versicherung, Kfz-Steuer und Benzinkosten mehr in das Auto stecken als geplant. Kommt dann eine teure Reparatur, was bei einem älteren Auto mit hoher Laufleistung wahrscheinlich ist, kann es schnell finanziell eng werden.

Rücklagen für Reparaturen behalten

Man sollte auch nicht sein ganzes Gespartes in den Kaufpreis stecken, sondern bei einem Mittelklassewagen etwa 1000 Euro für eventuell anfallende Reparaturen zurück behalten. Denn was nützt einem ein großes Auto zu einem Schnäppchenpreis, wenn man es bei der ersten größeren Reparatur nicht mehr unterhalten kann? Ebenfalls sinnvoll ist es, im Internet den Wiederverkaufswert verschiedener Fahrzeuge zu prüfen.

Wiederverkaufswert beachten

Immer noch gilt: Volkswagen, Mercedes und BMW haben einen relativ hohen Wiederverkaufswert. Ausländische Modelle schneiden dabei schlechter ab. Die Marken, die relativ neu auf dem Markt sind, wie Kia oder Daewoo, haben sogar einen sehr hohen Wertverlust.

Die Farbe spielt eine Rolle

Auch die Farbe spielt eine Rolle. Sicherlich ist ein quietschrosa Renault Twingo ein Auto mit Charakter. Einen Wagen in einer solch ausgefallenen Farbe jedoch wieder zu verkaufen, ist schwierig. Hat man daher mehrere gleichwertige Angebote, sollte man sich für eine gängige Farbe wie schwarz, silber oder blau entscheiden. Das mag zuerst einmal absurd klingen, jedoch sind diese Farben auf dem Automarkt wesentlich mehr gefragt als weiß, rot oder gar eigenwillige Farben wie gold, türkis oder lila.

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