Paradox, aber wahr: Das Internet hat den Gebrauchtwagenkauf einfacher und gleichzeitig schwieriger gemacht. Warum? Überlegen wir doch mal, wie die Suche nach einem gebrauchten Auto früher vonstatten ging.
Damals…
Man kaufte sich die Tageszeitung, vorzugsweise mittwochs oder, noch besser, samstags, denn an diesen beiden Tagen gab es die Anzeigenbeilage. Dann setzte man sich mit einem Rotstift hin und markierte die Automobile, die für einen Kauf in Frage kamen.
Anschließend telefonierte man die Anbieter an, machte einen Treffpunkt aus, begutachtete das Fahrzeug und kaufte es, oder auch nicht. Das war relativ aufwändig, mit viel Fahrerei und Organisation verbunden.
Die Alternative: Man klapperte die Autohändler ab und schaute, was die im Angebot hatten. Oder man ging direkt zum Autohändler oder zur Werkstatt seines Vertrauens und wurde dort fündig. Alles in allem funktionierte diese Art des Gebrauchtwagenkaufs aber so, dass man aus dem Hause gehen musste, um sich alle in Frage kommenden Fahrzeuge anzuschauen. Denn Bilder gab es ja in den Annoncen nicht. Und auch der Anruf beim Autohändler hätte nur eine verbale Übersicht über die angebotenen Modelle gebracht.
…und heute

Betrachtet man den Gebrauchtwagenkauf aus dieser Perspektive, hat das Internet einen unschätzbaren Vorteil gebracht. Über Automobilbörsen wie autoscout24.de oder mobile.de kann man die Frage nach der Optik des Objektes der Begierde zumindest schon einmal gemütlich von zu Hause aus lösen. Wobei natürlich ein Bild nicht unbedingt die Realität wieder geben muss.
Erschwert hat der Internetmarkt die Suche nach dem Gebrauchten allerdings in einem Punkt: Der Vertrauenssache. Denn alles, was man gebraucht erwirbt, muss man in dem Vertrauen kaufen, dass man nicht übers Ohr gehauen wird. Und das ist bei dem anonymen Medium Internet immer schwieriger.
Autobörsen:
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