Auto zulassen – Wie funktioniert die KfZ-Zulassung?

Auto-Zulassung

Auto zulassen - Wie funktioniert die KfZ-Zulassung? (Foto: svort - Fotolia.com)

Die Freude ist groß: Endlich ist der Vertrag unterschrieben, das neue Auto steht vor der Tür und blickt seinem frischgebackenen Besitzer aus großen Scheinwerfern erwartungsvoll entgegen. Vor die erste Ausfahrt hat unsere Bürokratie jedoch noch die kleine Hürde der Zulassung gelegt, denn ohne offizielle Anmeldung darf ein Kraftfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr nicht bewegt werden.Diese Regelung dient in erster Linie dem Schutze der Allgemeinheit vor nicht versicherten und verkehrsuntüchtigen Fahrzeugen, erleichtert aber natürlich auch dem Staat die Festsetzung und Einziehung der fälligen KFZ-Steuer.

Straßenverkehrsamt zuständig

Zuständig für diese Zulassung ist in den Städten und Gemeinden das Straßenverkehrsamt bzw. die Kraftfahrzeugzulassungsstelle. Dort muss das Auto im Regelfall vorgeführt und ein amtliches Kennzeichen beantragt werden – aber Vorsicht: Ohne gültiges Überführungskennzeichen darf der Wagen da nicht hingefahren werden.

TÜV und AU müssen vorliegen

Zugelassen werden grundsätzlich nur Fahrzeuge, die über gültige Nachweise für TÜV- und Abgasuntersuchung verfügen. Bei Neufahrzeugen ist das natürlich der Fall, bei Gebrauchtwagen sollte dies zuvor geprüft werden. Zur Anmeldung ist außerdem eine Reihe von Unterlagen vorzulegen, ohne die keine Bearbeitung erfolgen kann.

Wichtige Dokumente

Da wäre zunächst der gültige Personalausweis des künftigen Fahrzeughalters zu nennen. Sehr wichtig ist natürlich die Zulassungsbescheinigung Teil II (bei älteren Fahrzeugen entspricht diesem Dokument der Fahrzeugbrief) sowie bei Gebrauchtwagen die Zulassungsbescheinigung Teil I, der ehemalige KFZ-Schein. Benötigt wird außerdem eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer), früher bekannt als Versicherungsdoppelkarte.

Vervollständigt werden diese Unterlagen durch eine Abmelde- oder Stillegebescheinigung, falls das Auto längere Zeit nicht zum Verkehr zugelassen war sowie die vorgenannten Nachweise der Abgas- und Hauptuntersuchung. Wer dies in Vertretung für jemand anderen tut, benötigt dafür eine schriftliche Vollmacht nebst Einzugsermächtigung für die KFZ-Steuer und den Personalausweis bzw. Reisepass der bevollmächtigenden Person. Minderjährige müssen die schriftliche Einwilligungserklärung beider Erziehungsberechtigter sowie deren Ausweisdokumente vorlegen.

Importfahrzeuge

Sonderregelungen gelten für Importfahrzeuge: Wichtigstes Dokument ist hier – neben den bereits genannten – die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Bei Einfuhr von außerhalb der EU ist eine Zollunbedenklichkeitsbescheinigung vorzuweisen, bei einem EU-Neuwagenimport die Einfuhrumsatzsteuererklärung. Ansonsten werden natürlich die ausländischen Fahrzeugpapiere, der Kaufvertrag und die Importbescheinigung gefordert.

Sind alle Papiere beisammen, wird der Antrag gestellt. Nach Entrichtung der Verwaltungsgebühr sucht man den nächstgelegenen Schilderhändler auf und lässt sich die neuen Kennzeichen prägen. Wieder zurück zur Zulassungsstelle: Dort werden diese dann mit den nötigen Plaketten versehen und am Auto angebracht – jetzt kann die Fahrt beginnen!

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